Kalkulation für Übersetzer
Viele Übersetzer vergessen einen Großteil ihrer Kosten, wenn sie ihren Stundensatz oder Zeilenpreis kalkulieren.
Wichtig bei der Zusammenstellung der Kosten ist, sowohl alle geschäftlich anfallenden Kosten als auch sämtliche privaten Ausgaben mit einzubeziehen. Was dabei gerne "vergessen" wird ist Krankenversicherung, Vorsorge (für Berufsunfähigkeit und Alter), Steuern und Rücklagen für Anschaffungen oder Urlaub.
Es bietet sich an, bei der Kalkulation die Kosten in vier Blöcke aufzuteilen:
1. geschäftlich/betrieblich
2. Vorsorge/Rücklagen
3. privat
4. Steuern
Im Folgenden eine kurze Aufstellung verschiedener Kostenarten für diese Blöcke:
Geschäftliche/betriebliche Aufwendungen(z.B. Bürokosten, Werbung, IT, Fortbildung, Telefon, Fachliteratur etc.)
Vorsorge und Rücklagen (Krankenversicherung, Altersvorsorge (!), Berufsunfähigkeitsvorsorge, Rücklagen für Anschaffungen oder Engpässe etc.)
private Aufwendungen (Miete, Lebenshaltung, Freizeit, Kredite, Rücklagen für Urlaub und private Anschaffungen, Auto etc.)
Steuern (Einkommensteuer plus Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Umsatzsteuer, Steuerberater etc.)
Die Gesamtkosten sind individuell sehr verschieden. Gerade deshalb sollte jeder Übersetzer für die Preiskalkulation die eigene Situation genau analysieren. Anm.: Mein Finanzamt hat mir vor Jahren mal gesagt, dass als Faustregel ein Drittel der Einnahmen für die Steuer draufgeht (PLUS eventuelle Umsatzsteuer) - hat bei mir grob gestimmt Daniela Hubrich (Diskussion) 18:55, 13. Mai 2013 (CEST)
Verweise
Honorar-Kalkulation für Dienstleistungen: realistische Stundensätze berechnen! bei Akademie.de